Nimm ein Buch!

Folgende Aufforderung auf einer Website habe ich sofort umgesetzt:

  • Grab the nearest Book
  • Open it on page 56
  • Find the fifth sentence
  • Post the text in your journal along with these instructions
  • Don’t dig for your favourite book, the cool book or the inellectual one: pick the CLOSEST

Meme spotted on Paul McNett’s blog

OK, da in meiner Nähe meist "Die New York-Trilogie" von Paul Auster liegt, musste ich nicht einmal meinen Hintern bewegen, um nach der 56. Seite zu suchen. Hier ist der geforderte Text:

Immer nach der Möglichkeit eines Doppelsinns, eines Wortspiels Ausschau haltend, zeigte er, dass das Wort "kosten" im Sinne von "schmecken" tatsächlich eine Anspielung auf das lateinische "sapere" war, das sowohl "schmecken" als auch "wissen" bedeutet und daher eine unterschwellige Anspielung auf den Baum der Erkenntnis enthält: die Quelle des Apfels, dessen Geschmack das Wissen in die Welt brachte, das heißt das Gute und das Böse.


Nackig scannen

Also – politisch wollte ich mich hier eigentlich nicht äussern. Aber als ich die Empörung unseres Innenministers über die sog. “Nacktscanner” heute im O-Ton-Radio gehört habe, habe ich mir dann doch an den Kopf gefasst. Im Nachsatz kam dann auch gleich die Erläuterung – sinngemäß “nach Beschwerden von Kirche und Gewerkschaften…”. Da sind sie wieder – die perfekten Lobbyisten! Sobald Kirchen und Gewerkschaften Einspruch einlegen, geht nichts mehr. Das war schon immer so. Seit ich denken kann, sind die “höchsten Feiertage” im Ladenöffnungsgesetzt der 1. Mai und Karfreitag. Da geht gar nichts.

Zurück zum Scanner. Also, ich verstehe die Aufregung nicht. Soll mich doch einer scannen. Was hat er schon davon. Die Erkenntnisse, die er / sie daraus zieht, werden ihm / ihr nie einen Vorteil verschaffen. Und wenn man dann meinen (momentan noch nicht vorhandenen) künstlichen Darmausgang erkennen kann, soll es den Betrachter ekeln, belustigen oder Mitleid erwecken. Mir doch egal. Werde ich es erfahren? Ausserdem ist es für mich schwer vorstellbar (wenn man mal die Anzahl Menschen sieht, die allein an einem Tag durch so ein CheckIn gehen), dass ein Berufsbetrachter dieser Nacktscanner nach einer Woche auch nur ansatzweise Interesse an Dingen hat, die nicht nach Sprengstoff oder Keramik-Atombomben aussehen.

Nicht dass ich diese Dinger unbedingt haben will. Aber lieber ein Nackig-Scanner als den “Bundestrojaner” oder andere “Das-Internet-Ist-Böse-Deswegen-Müssen-Wir-Alles-Wissen-Instrumente”. Da hätten die Kirchen und Gewerkschaften mal was sagen sollen. Vielleicht hätte Schäuble dann dazu auch ne andere Meinung… Aber ich will mich nicht politisch äussern.


Besser spät als eee

Blöder Titel, ich weiss. Aber ich konnte es mir nicht verkneifen… Ja - seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines Asus EeePC 1000H. Und was soll ich sagen? Klasse! Das kleine Ding macht genau das, was es soll. Plug’n'Play. Die Performance ist wieder Erwarten durchaus als gut zu bezeichnen. Alle meine täglich benötigten Programme, die auch auf dem Kleinen Sinn machen, laufen einwandfrei. Lediglich an die etwas kleinere Tastatur muss man sich gewöhnen.

Wenn das Ding jetzt noch einen eingebauten UMTS-Adapter hätte, wäre ich beinahe wunschlos glücklich. Was mich überrascht hat, war die riesengroße eee-Community! Es gibt unglaublich viele User in Foren, die ihr eee-Wissen teilen. Als OS-Software-User ist man das ja gewohnt, aber bei so einem Stück Hardware hätte ich das nicht erwartet.


Qualität des Fernsehprogramms

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Passend zur momentan stattfindenden Diskussion über die Qualität des Fernsehprogramms möchte ich auf eine kleine Oase des Bildungsfernsehens hinweisen: BR alpha. Mir als Nordlicht fällt es natürlich schwer zuzugeben, dass die Bayern hier etwas anbieten, was in der Form kein anderes Bundesland (oder besser Regionalprogramm) zu bieten hat.

Auf diesem Sender wird tatsächlich Wissen vermittelt. Nicht abgehoben oder langweilig, sondern i.d.R. verständlich und interessant gemacht – frei nach dem Motto “Geist ist geil”.

Da die Sendungen meist von Fachleuten (z.B. Professoren ihres Fachgebiets) gemacht werden und nicht von gelernten Moderatoren, ist die Präsentation nicht das, was man von Pseudo-Wissenssendungen gewöhnt ist. Hin und wieder fühlt man sich an eine Parodie von Helge Schneider erinnert. Aber dennoch – was hat der letzte echte Kanzler gesagt: “Es zählt, was hinten rauskommt”. Und das ist wirklich gut.

Zum Wohnzimmer-Empfangbaren-Programm bietet die Internetseite auch ein gut gefülltes Videoarchiv, dass youtubetauglichen PC’s das Programm als Flash-Video serviert.

Als Einstieg und Tipp weise ich hier speziell auf die Astronomie-Sendung “Alpha Centauri” hin: Videoübersicht. Aber auch zu anderen Themen findet sich eine Menge.


Interview auf Joomlanews.ch

image Ein Hinweis in eigener Sache (und um mal wieder hier etwas zu schreiben): auf Joomlanews.ch ist ein Interview mit mir veröffentlicht worden. Natürlich geht’s um Joomla und Virtuemart.


Tutorial zu Virtuemart Themes

Der Virtuemart 1.1 Shopkomponente ein neues Gesicht verpassen

image Auf Joomlanews.ch ist soeben ein kleines Tutorial von mir veröffentlicht worden, in dem ich die Nutzung der in Virtuemart 1.1 eingeführten Themes beschreibe. Es ist keine Programmieranleitung – das sollte man schon können, wenn man am Kern eines Ecommerce-Systems arbeitet – sondern eine Einführung in die Nutzung der Themes und der wichtigsten Elemente. Das Tutorial steht auch als PDF-Download zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!


Kreative Online Shops

Design Showcase Of Creative Online-Shops | Design Showcase | Smashing Magazine

Wieder einmal Smashing Magazine. Heute erschien ein Design Showcase über kreative Online Shops. Ziemlich interessant, wie einige Shops aufgebaut sind. Stellt sich lediglich die Frage, ob diese Shops auch mehr verkaufen.

Schließlich hat der gemeine Internetnutzer eine gewisse “Handhabung” von Internetseiten – insbesondere Shops – gelernt und ein noch so kreatives abweichen von dieser “Norm” erfordert ein gewisses Interesse an der Sache. Man muss sich nur z.B. Amazon ansehen um festzustellen, dass jegliche Hürde – technisch (Flash, Javascript, …) oder in der Bedienung – ausgeschaltet wird, um so wenig Benutzer wie möglich vom Kauf abzuhalten.

Wie auch immer. Eine interessante Sete und gute Ideen!


Update zu Maiden in Wacken

W:O:A - Wacken Open Air : Festival Today - Ausgabe 3

Dass ich nicht übertrieben habe mit der Darstellung des Maiden-Konzertbeginns, beweist die “offizielle” Darstellung in der WOA-Zeitung “Festival Today”.

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Zitate:

  • “Was dann geschah lässt sich nicht in Worte fassen. Auch wenn ich teilweise dachte,ich müsste sterben und mir der eine oder andere Crowdsurfer mit seinen Stiefeln eine verpasste, gehört dieses Konzert zu den spannendsten und verrücktesten Erlebnissen, die ich je in meinem Leben gemacht habe.”
  • “The fields here at Wacken have never been that crowded before.”
  • “Es geschahen Szenen, die ich bisher auf keinem anderen Konzert von Iron Maiden oder Wacken Open Air gesehen habe”

Komplett nachzulesen hier in der PDF-Ausgabe.


Was ist beFour?

Meine Tochter ist fast 7 Jahre alt. Bisher konnte ich sie mit kindgerechter Unterhaltung (Prinzessin Lillifee usw.) und durchaus guter Musik unterhalten. Zu ihren Favoriten gehörten Rammstein, Rollins Band und Juli. Lediglich Björk konnte sie gar nicht vertragen. Aber das hat ja auch noch 2 Jahre Zeit.

Und was passiert heute?!?! Sie kommt von einer Freundin zurück und plappert nur, ich müsste ihr “Bifor” kaufen. Was auch immer das ist. Nach einer investigativen Befragung fand ich heraus, dass dies etwas mit Musik zu tun haben soll. Also nicht “Bifor” oder “Bifi”, sondern eher “before” oder ganz modern “Befour”. Das war es dann auch.

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Dank Youtube und Napster-Abo konnte ich mir dann auch ein Bild über das Ausmaß des Desasters machen. Mein erster Gedanke war “Hausarrest” oder zumindest Kontaktverbot zu solch subversiven Elementen, die meine Kinder mit dieser Plastik-Soße infiltrieren.

Aber naja. Erstmal tolerieren und mit geeignetem Kontrastprogramm die Geschmackrezeptoren wieder auf den richtigen Weg bringen. Oder muss ich mich auf die nächsten Jahre Casting- und Boyband-K*cke einstellen?!?


Iron Maiden Live in Wacken

image So, dass war er nun – der erste Tag in Wacken. Brennende Sonne, harte Musik und viele Menschen. Da sich um ca. 18:00 Uhr bereits viele Fans vor der Maiden-True-Metal-Stage versammelten, musste ich, um noch an vorderster Front stehen zu dürfen, mich auch schon rechtzeitig dorthin begeben. Somit standen wir gegen 19:00 Uhr dicht gedrängt aber gut gelaunt direkt vor der Bühne. Die Zeit wurde dann aber doch ziemlich lang – immerhin sollte Iron Maiden erst um 21:30 beginnen. Glücklicherweise haben uns die freundlichen Jungs von der Security regelmäßig mit Wasser versorgt – denn trotz besseren Wissen hat keiner seinen Platz aufgegeben nur um seinem Körper Flüssigkeit zuzuführen.

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Mit dem Voranschreiten der Uhrzeit wurde es dann immer enger und die Vorfreude stieg. Als dann pünktlich um 21:30 die Show begann, gab es kein Halten mehr. Die “Masse Mensch” wogte von links nach rechts, vor und zurück. Mit verschiedenen Ellenbogen in Gesicht, Rippen und Rücken versuchte jeder standhaft zu bleiben und nur nicht umzufallen. Die immer wieder von hinten nach vorne getriebenen Wellen gaben einem zwar Halt, pressten aber auch einen großen Teil der dringend benötigten Atemluft aus dem Körper.

Die Hitze und die fremden, schweißbedeckten Körpern, denen man sich auf 0,00 cm Abstand näherte, kann sich jeder selber ausmalen. Aber wir haben es ja so gewollt. Nach drei oder vier Liedern wurde es dann auch etwas besser. Zumindest die seitlichen Bewegungen gaben nach.

image Den Menschen, die sich noch nie in diese Menge gestürzt haben, sei noch kurz erläutert, dass auch von Oben Ungemach drohen kann. Das allseits beliebte “Crowdsurfen” (sich auf Händen durch die Massen tragen lassen) bringt leider mit sich, dass sich hin und wieder festes Schuhwerk den Gesichtern der unten stehenden nähert. Einmal nicht aufgepasst – und schon hat man eine blutige Nase. Dies blieb mir (anderen nicht) erspart.

Meinem fortschreitenden Alter (und der schlechten Kondition) zufolge, sah ich mich gezwungen, nach ca. 7 Liedern meine durchaus als gut zu bezeichnende Position zugunsten mehr Sauerstoff und Bewegungsfreiheit aufzugeben.

Dabei habe ich aber den Fehler gemacht, mich nicht von den Security-Jungs rausziehen zu lassen, sondern habe mich selber auf den Weg gemacht. Dass dieser Weg ein weiter ist, kann man sich bei der Besucherzahl (die offensichtlich vollzählig zu Maiden angetreten ist) leicht vorstellen. Jedenfalls konnte ich nach weiteren 10 Minuten (gefühlte 60) mit letzter Kraft der freundlichen Flüssigkeitsversorgungsmannschaft meinen Getränkewunsch offenbaren – welcher dann auch prompt erfüllt wurde.

imageSo gestärkt wollte ich mich etwas weiter hinten wieder in die Mitte bewegen. Musste aber feststellen, dass dies “sehr viel weiter hinten” bedeutete, da die Fans bis weit ins Feld hinein dicht (!) gedrängt standen. So habe ich dann doch noch relativ bequem (mit Pommes und Cola) den Rest der Show erlebt.

Die Show an sich war ein “Best Of” aus allen Maiden Zeiten. Wenig überraschendes (ausser, dass Bruce anscheinend in Plauderlaune war und viel Zeit mit Ansprachen verbracht hat) alle Elemente der 30 jährigen Bandgeschichte wurden abgefeiert. Der Sound war mittelmäßig. Ich fand ihn etwas breiig, was bei Maidens teilweise komplexeren Songs tödlich ist. Ausserdem war hin und wieder der Gesang verschwunden. Ob dies nun an der Technik lag oder am Versagen der Stimme kann ich nicht beurteilen.

Nach ca. 2,5 Stunden war Schluss und die Menschenmasse bewegte sich vom Feld – was ebenfalls so seine Zeit brauchte.

image Alles in Allem war es ein lohnender Abend - Maiden im Ihrem größten Konzert, das sie in Deutschland je gegeben haben. Und Wacken ist sowieso ein Erlebnis.

Die Photos sind wieder mal von der Handykamera und allesamt vor dem Konzert gemacht. Während des Konzerts hatte ich mit anderen Dingen zu kämpfen… Nur das “Beweisphoto” ist von der Wacken-LiveCam.



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