Bremen sucks – a bit

image Um dem Meister (Morrissey) zu huldigen, habe ich mich gestern auf Pilgerfahrt nach Bremen begeben. Ich weiss nicht, warum seine Hoheit nicht in einer nahegelegenen echten Großstadt gastiert hat, aber irgendeinen Grund wird es wohl geben.

Leider war ich ohne Navigationsgerät unterwegs. Und so klein Bremen im Vergleich zur vielfach schöneren großen Hanseschwester sein mag, wenn eine der Hauptabfahrten gesperrt ist, kann man sich schon einmal als Ortsunkundiger verfahren. Ja – ich stehe dazu, ich habe mich verfahren. Liebe Bremer, wenn man eine wichtige Ausfahrt sperrt, stellt man Umleitungsschilder auf. So etwas hilft.

Glücklicherweise konnte ich mit großer Hilfe einiger Eingeborener (sorry, ihr wart echt nett!) den Pfad zum Wallfahrtsort finden.

Ob es sich gelohnt hat? Der Meister steht bekanntlich über jeglicher Kritik. Aufgrund der langen Anfahrt hätte die Messe aber ein klein bisschen länger sein können.


Iron Maiden 1981

imageimage Früher (weit vor Napster und Torrents) waren Bootleg-Tapes von Konzerten heiss begehrte Sammlerobjekte. Ich konnte mich nie so richtig dafür begeistern, denn in der Regel hatten diese Aufnahmen eine unsäglich schlechte Qualität. Mit Glück und viel Phantasie konnte man die Titel erkennen.

Jetzt bin ich durch Zufall auf eine Iron Maiden Bootleg Seite gestoßen. Ich war erstaunt, wie viele existierende Bootlegs dort gelistet waren – viele mit Downloadlinks. STRG+F + Hamburg ließ mir die Tränen in die Augen schießen: “03-05-1981 – Ernst Merck Halle, Hamburg, Germany” stand dort inklusive Downloadlink. Das war mein erstes Iron Maiden Konzert. Unglaublich – archiviert für die Ewigkeit. Im Paket 16 Titel:

The Ides Of March
Wrathchild
Purgatory
Sanctuary
Remember Tomorrow
Another Life
Genghis Khan
Killers
Innocent Exile
Murders In The Rue Morgue
Twilight Zone
Phantom Of The Opera (cut)
Iron Maiden
Running Free
Transylvania
Drifter

Die Qualität entspricht der obigen Beschreibung – aber wen interessiert das ob der historischen Bedeutung?

Es gibt Tage, da danke ich Gott (oder wer auch immer für das alles hier verantwortlich ist) für das Internet!


Wacken 08 – der Countdown läuft

Noch 4 Tage bis zum diesjährigen Wacken Open Air. Langsam steigt die Unruhe und die Vorfreude auf das weltgrößte Metal-Festival. Obwohl ich Iron Maiden seit 1980 schon diverse Male live gesehen habe, ist dies doch mit Abstand der größte Rahmen für ein von mir besuchtes Maiden Konzert (Iron Maiden selber kennt durchaus größere Besucherzahlen). OK, up the irons! See you in Wacken!

 

[UPDATE: Donnerstag, 31.07. 21:30 Uhr wird das Konzert von Iron Maiden LIVE auf MTV übertragen! Zumindest steht es so in einer Programmzeitschrift. Auf der MTV-Seite ist nichts davon zu finden!?!?]


Kurzer Tipp: Tina Dico

 

18.4.08 – 20:00 Uhr, MANDARIN KASINO, Hamburg

image Nachdem Tina Dico (aus Dänemark) mit Zero7 international aufgefallen ist, war sie auch mit der Formation auf Welttournee. Und ich kann Euch sagen, als sie die Bühne betrat, ging die Sonne auf…

 

Auch solo mit guter Musik unterwegs, ist sie am 18.4. in Hamburg zu sehen. Mehr Termine auf Ihrer Website.


Dean & Britta auf Tour

 

image Manchmal freut man sich dann doch über einen der vielen Newsletter, die einen täglich erreichen – ansonsten hätte ich einen Pflichttermin im November bestimmt verpasst: Dean & Britta kommen am 27.11. nach Hamburg! Wer Luna, Galaxie500 oder eben die beiden neuen Alben von Dean & Britta kennt, sollte dieses Konzert nicht verpassen.

Die New Yorker Legende LUNA bzw. deren beiden Hauptprotagonisten DEAN & BRITTA sind endlich nach langer Zeit wieder in Deutschland und beehren uns mit ihren neuen, tollen Indiepop-Songs. http://www.gruener-jaeger-stpauli.de


W:O:A – First Night

 

image Für alle, die es nicht wissen: W:O:A steht für Wacken Open Air! Das weltgrößte Metal-Festival – und das vor unserer Haustür. Zwischen 70.000 und 80.000 Metalheadz fallen für 3 Tage über ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein her. Dort herrscht der absolute Ausnahmezustand. Aber eine Spezialität von Wacken ist es (immerhin ist es bereits die 18. Auflage!), dass dieses Fest sehr friedlich und einigermaßen kultiviert über die Bühne geht.

 

image Auf Einladung des WJ-Kreises Steinburg konnten wir das Festival auch noch aus etwas anderer Perspektive sehen: mit unseren “Access-Most-Areas-Bändern” wurden wir direkt an das Festivalgelände gefahren und konnten uns fast völlig frei bewegen - nur in die Aufenthaltsräume der Bands und auf die Bühne durften wir nicht.

 

Bevor es denn richtig losging, erhielten wir noch Informationen über die Organisation, Geschichte und nicht zuletzt die Probleme der letzten Tage durch den starken Regen. Obwohl ich es eigentlich nicht abwarten konnte, aufs Gelände zu kommen, waren diese Informationen aus erster Hand sehr interessant.

 

image Dann war es endlich soweit – durch das vorherige Treffen haben wir zwar Rose Tattoo verpasst (was ich persönlich äußerst schade finde – ansonsten aber offensichtlich niemanden gestört hat), konnten uns nun endlich unter das kleine Grüppchen Headbanger mischen.

Continue reading W:O:A – First Night…


Alte Männer & Heavy Metal

 

image Heute hat Saxon im Vorfeld des Wacken Open Air ein Konzert in unserer Nähe gegeben – für lau ( = umsonst). Da Saxon (neben Maiden, Judas, AC/DC, Motörhead und anderen) die Helden meiner ach so fernen Jugend waren, konnte ich mir dies natürlich nicht entgehen lassen. Ich hatte zwar die CD’s weiterhin regelmäßig gekauft, bin aber immer etwas vorsichtig, wenn es denn um Live-Auftritte geht. Alte Männer mit dicken Bäuchen sieht man in der Fußgängerzone genug – da muß ich mir nicht die schönen Erinnerungen (Saxon – the Eagle has landed, Live 1982 im Hammersmith Odeon – London) mit der bitteren Realität verderben.

 

Dennoch konnte ich mir nicht verkneifen, hinzugehen. Und ich wurde nicht enttäuscht. So schön haben meine Ohren nicht mehr seit dem letzten Rage Against The Machine Konzert gefiept. Ein großer Teil der alten Knaller wurde zum Besten gegeben vermengt mit einer (geschmackvollen) Auswahl der “neueren” Stücke (also die nach 1987).

 

Auch wenn die Jungs vor gut 25 Jahren noch anders auf der Bühne aussahen – Biffs Stimme klingt fast genauso gut wie damals. Musikalisch sollte man einem Berufsmusiker nach fast 30 Jahren Bandgeschichte wohl eine gewisse Perfektion zutrauen können – aber gerade da passierten doch ein paar (kleinere) Patzer. Ärgerlich war eigentlich nur, dass sich bei zwei / drei schnelleren Stücken Gitarre und Schlagzeug nicht so ganz über die Geschwindigkeit einigen konnten… Aber naja – da sieht man drüber weg.

 

War nett, Euch nach so langer Zeit mal wiedergesehen zu haben, Jungs!



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